Dosierungen
therapeutisch: 170-459 mg reines Lithium (z.B. in 900 – 2400 mg Lithiumcarbonat)
low-dose: 5 mg reines Lithium (z.B. in 120mg Lithiumorotat)
Studiendosierungen nach Indikation:
- M. Alzheimer ⇒ 0,3 mg Lithium tgl. (Zielspiegel: 0,4 – 0,5 mmol/l)
- M. Parkinson
30 mg reines Lithium pro Tag als Lithiumaspartat gelten nach derzeitigem Wissensstand als wirkungsvoll, unbedenklich und nebenwirkungsfrei.
Initial 5mg als Lithiumaspartat abends – pro 1-2 Wochen um je 5mg steigern – bis max. 30mg (ggf. auf den Tag verteilt).
Plasmaspiegel
therapeutisch: 0,6-1,2 mmol/l
low-dose: < 0,6 mmol/l (optimal: 0,25 – 0,4 mmol/l)
Referenzwerte
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| 0,6–1,0 mmol/L | 0,6–1,0 mmol/L | 0,6–1,0 mmol/L | 0,6–1,0 mmol/L | mmol/L (Millimol pro Liter) |
Angestrebte Plasmaspiegel nach Indikation:
- M. Parkinson → 0,4 – 0,5 mmol/l
- M. Alzheimer → 0,4 – 0,6 mmol/l
Keine gleichzeitige Einnahme von Lithium mit Kaffee, Tee o. Kakao!
erhöhte Plasmaspiegel bei:
- zu geringer Flüssigkeitszufuhr
- erhöhte Flüssigkeitsverluste:
- starkes Schwitzen (z.B. hohe Außentemperatur, Sport)
- Durchfall
- Erbrechen
- Kochsalzarme Diät
- Einnahme von:
- Diuretika
- NSAR (außer ASS)
- ACE-Hemmer
- Sartane
- Tetracyclin, Metronidazol, Spectinomycin
- Eingeschränkte Nierenfunktion, M. Addison
erniedrigte Plasmaspiegel bei ("Lithiumräuber"):
- erhöhte Harnstoffspiegel im Blut
- Hohe Salzzufuhr
- Hohe Wasseraufnahme
- Keine gleichzeitige Einnahme von Lithium mit Kaffee, Tee o. Kakao!
- Hohe Aufnahme von Natriumbicarbinat (Backpulver in Backwaren!)
Wirkungen
- hemmt die Glycogen-Synthase-Kinase-3 (GSK-3) → Stabilisierung der stimmung, Reduktion von Oxidativem Streß im Gehirn
- stimuliert Serotoninbildung aus Tryptophan
- erhöht Dopaminfreisetzung im Nucleus accumbens → Stabilisierung von Stimmung und Motivation
- beeinflusst die Sensitivität von D2-Rezeptoren
- Reduktion von Zytokinen im Gehirn → entzündungshemmend
Lithium
